fbpx

100% Bioverfügbarkeit: was bedeutet das?

Im Zusammenhang mit der richtigen Nährstoffversorgung fällt auch der Begriff Bioverfügbarkeit. Damit wird beschrieben, wie viele Prozent eines Nähr- bzw. Wirkstoffes tatsächlich im Organismus ankommen und dort verarbeitet werden. Doch wovon ist Bioverfügbarkeit abhängig und warum ist sie für den Therapieerfolg so wichtig?

Ein langer Weg in die Zelle

Bei der Einnahme einer Tablette nehmen wir eine definierte Menge eines Wirkstoffes auf. Diese Substanz (Vitamin, Spurenelement, Wirkstoff, etc.) muss über den Mund bis zum Darm und infolge über die Darmschleimhaut in den Blutkreislauf und zur Zelle gelangen. Eine sehr lange Strecke, weshalb diese Dosis nur selten zur Gänze am gewünschten Wirkungsort ankommt. Einige Wirkstoffe werden schon zu Beginn nicht vollständig freigesetzt (Liberation), andere nur teilweise vom Darm aufgenommen (Absorption) oder durch die Leber abgebaut. Außerdem verbindet sich die Substanz auf dem Weg zur Zelle im Blut mit Proteinen. Nur jene Menge, die es bis ins Blut schafft, ohne an Proteine gebunden zu werden, kann schließlich in der Zelle ihre Wirkung erzielen. Diese Menge der reinen Substanz, die in der Zelle übrigbleibt, um dort an bestimmten Rezeptoren zu reagieren und ihre Wirkung zu entfalten, bezeichnet man als Bioverfügbarkeit. Ist ein Wirkstoff zu 100% bioverfügbar, bedeutet dies somit, dass der Körper diesen optimal aufnehmen und verwerten kann.

Bioverfügbarkeit ist abhängig von mehreren Faktoren

Wie viele Prozent eines Nähr- bzw. Wirkstoffes auch tatsächlich im Organismus ankommen und dort verarbeitet werden, ist einerseits vom Wirkstoff selbst abhängig. Außerdem variiert die Bioverfügbarkeit von Mensch zu Mensch beachtlich. Ausschlaggebend sind der eigene Stoffwechsel sowie die Genetik (Genpolymorphismen). Diese Faktoren beeinflussen Abbau und Verfügbarkeit der Substanzen und somit ist eine individuelle Dosis nicht nur von der Darreichungsform (etwa als Supplement, Creme, Infusion, etc.) abhängig, sondern von Patient zu Patient unterschiedlich.

Ein Beispiel: die Wirksamkeit einer Hormonersatztherapie ist stark dadurch bedingt, in welcher Dosis diese Hormone in den Blutkreislauf kommen. Im Blut werden sie dann an Proteine gebunden. Fällt diese Bindung stark aus, steht dem Körper eine geringere Dosis zur Verfügung und der therapeutische Effekt fällt geringer aus.

Möchten Sie wissen, welche Unterschiede es zwischen Vitalinfusionen und Nahrungsergänzungsmitteln gibt und welche Vorteile die intravenöse Verabreichung bietet? Hier gelangen Sie zum Beitrag.