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Entzündungen: wann sind sie hilfreich, wann schaden sie?

Körperliche Entzündungsprozesse sind bis zu einem gewissen Grad gut und sogar wichtig für unsere Gesundheit. Hier erfahren Sie, ab wann diese ein schädliches Ausmaß annehmen und welche Rolle dabei freie Radikale und oxidativer Stress spielen.

Weshalb braucht der Körper manche Entzündungen?

In erster Linie sind Entzündungen eine kluge Überlebensstrategie des Körpers. Sie bekämpfen Krankheitserreger und Fremdkörper, die in den Organismus eindringen und machen diese unschädlich. Sofern die Entzündung also vorrübergehend bzw. akut auftritt, ist sie für den Organismus sehr effektiv und hilfreich. Wundheilung etwa ist ohne eine Entzündung nicht möglich.

Sobald die Entzündung erfolgreich war, wird der Entzündungsprozess durch einen Teil des Immunsystems gestoppt. Wird dieser Stopp – aus verschiedenen Gründen – nicht veranlasst, spricht man von einer chronischen Entzündung, die gesundheitsschädigend ist (z.B. Autoimmunerkrankungen) und weitreichende Konsequenzen für die eigene Gesundheit hat.

Warum sind chronische Entzündungen so gefährlich?

Chronische Entzündungen erzeugen im Körper freie Radikale. Nehmen diese überhand, wird sogenannter oxidativer Stress erzeugt, der wiederum die Entzündung „befeuert“ und den Körper in weiterer Folge belastet. Daraus entsteht ein ewiger sich zuspitzender Kreislauf.

Ein weiterer Aspekt, weshalb chronische Entzündungen so gesundheitsgefährdend sind: sie können auch ohne Symptome verlaufen. In diesem Fall spricht man von der stillen Entzündung (silent inflammation). Arteriosklerose ist hierfür ein klassisches Beispiel; die Gefäßerkrankung verläuft oftmals über einen langen Zeitraum symptomlos. Infolge ist der Patient nicht über seinen gesundheitlichen Zustand informiert und erleidet nach Jahren schlussendlich einen Herzinfarkt.

Wodurch werden stille Entzündungen begünstigt?

Vor allem Faktoren, die wir zum Großteil selbst beeinflussen können, fördern die Entstehung von silent inflammation. Dazu zählen:

  • Chronischer Stress
  • Vitamin-D-Mangel
  • Ein geschädigtes Mikrobiom (z.B. durch Antibiotika)
  • Unausgewogene Ernährung (zu wenig Nähr- und Vitalstoffe, zu viel Zucker)
  • Umweltgifte
  • Unzureichende Bewegung
  • Zigarettenrauch und Alkohol

Wussten Sie, dass chronische Entzündungen durch gewisse Lebensmittelbestandteile sowohl positiv als auch negativ beeinflusst werden? Mehr dazu lesen Sie hier.