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Welche Auswirkungen haben Infusionen auf die Gesundheit?

Infusionen bieten eine effektive Möglichkeit, den Körper mit essentiellen Mikronährstoffen zu versorgen. Hier erfahren Sie, welchen Nutzen die intravenöse Verabreichung für das eigene Wohlbefinden bringt und weshalb ihr Einsatz oft ausschlaggebend für den Therapieerfolg ist.

Was spricht für die Anwendung von Infusionen?

Infusionen weisen eine sehr hohe Bioverfügbarkeit auf: genauer gesagt erreichen 100% der Wirkstoffe den Blutkreislauf. Nur eine geringe Menge der Dosis wird durch Andocken an Proteine eingebüßt, bevor sie die Zelle (den eigentlichen Bestimmungs- und Wirkungsort) erreichen und dort ihre Arbeit verrichten können. Dadurch entfällt die Ungewissheit, wie viele Wirkstoffe die Darmschleimhaut durchlässt und die Therapieeffizienz wird infolge gesteigert.

In gewissen Situationen sind Infusionen die vielversprechendere Lösung. Dies ist einerseits vom Patienten und seinem medizinischen Zustand abhängig, andererseits kommt es auf den Wirkstoff an, der eingesetzt wird. Manche Wirkstoffe werden unter bestimmten Voraussetzungen schlichtweg schlechter über den Darm aufgenommen. Bei einem Patienten mit akutem Magen-Darm-Infekt (Durchfall, Erbrechen), ist es beispielsweise sehr unwahrscheinlich, dass die Mikronährstoffe über den Magendarmtrakt adäquat aufgenommen werden. Die einzige Möglichkeit, einen relevanten Wirkspiegel der Mikronährstoffe zu erreichen, ist in diesem Fall mithilfe intravenöser Verabreichung, da der übliche Weg über die Darmpassage blockiert ist.

Beispiele aus der Praxis

Gestresste Manager mit unausgewogenem Lebensstil und zusätzlich starker Reisetätigkeit inklusive vieler Flugstunden sind ein klassisches Beispiel aus der Arbeitswelt. Besonders durch das lange und intensive Fliegen ist diese Berufsgruppe einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt, die im Körper freie Radikale erzeugt. Deshalb benötigen diese Menschen eine hohe Dosis an Antioxidantien (Radikalenfänger), die häufig durch alleinige orale Therapie nicht aufgebracht werden können. Aus diesem Grund werden Vitalinfusionen bevorzugt, um schnell Reserven zu schaffen und den Nährstoffhaushalt im Körper aufzufüllen.

Ein anderes Beispiel: leidet eine Person an chronisch entzündlichen Erkrankungen (z.B. Rheuma oder Morbus Crohn) wird die Aufnahme von Eisen über die Darmschleimhaut blockiert. Aufgrund dessen weisen diese Patienten klassischerweise einen niedrigen Eisenspiegel auf. Da nur geringste Eisenmengen in den Körper gelangen, würde sich eine orale Substitution in dem Fall als sinnlos erweisen. Zusätzlich wären Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall zu erwarten. Therapeutischer Erfolg ist hier ausschließlich mittels Eiseninfusion möglich.

Der aus der Gelbwurzel stammende Stoff Curcumin wird dank seinem stark antioxidativen Effekt gegen Entzündungen eingesetzt. Grundsätzlich kann Curcumin – auch vom gesunden Patienten – nur sehr schwer über die Darmschleimhaut aufgenommen werden. Deshalb ist in diesem Fall eine Infusion immer effektiver, vor allem, wenn es um die Behandlung chronischer Entzündungen oder Krebserkrankungen geht.