fbpx

Vitalinfusion oder orale Supplementierung?

Heutzutage gibt es abgesehen von der Aufnahme durch Nahrung verschiedenste Möglichkeiten, den eigenen Körper sowohl präventiv als auch im Akutfall mit Mikronährstoffen zu versorgen. Wo liegen die Unterschiede und welche Vorteile bietet die intravenöse Verabreichung in Form von Vitalinfusionen, verglichen zu oralen Nahrungsergänzungsmitteln?

Ausschlaggebend ist die Bioverfügbarkeit

Damit eine Therapie erfolgreich sein kann, ist es wesentlich zu wissen, welche Menge von einem verabreichten Wirkstoff dem Organismus im Endeffekt zur Verfügung steht. Studien zeigen, dass nur ein Bruchteil der Wirkstoffe dort ankommt, wo er benötigt wird (durchschnittlich etwa nur 15%). Von Mensch zu Mensch und von Substanz zu Substanz gibt es hier große Unterschiede. Im Vergleich zur oralen Einnahme umgeht eine Infusion die anfänglichen Hürden (dazu zählen Mund, Speiseröhre, Darm sowie Darmschleimhaut) und gelangt zu 100% direkt in den Blutkreislauf – also in einer sehr hohen Dosis, die dem Körper direkt zur Verfügung steht.

Infusionen sind aus diesem Grund besonders für Menschen mit akuten medizinischen Problemen oder chronischen Erkrankungen die erste Wahl. Da es jedoch für die meisten Patienten aus zeitlichen Gründen schwierig ist, regelmäßig Infusionen zu erhalten, werden parallel häufig auch Wirkstoffe über orale Supplementierung verabreicht. So wird eine Kontinuität der Versorgung zwischen den Infusionen gewährleistet.

Wann sind oral verabreichte Wirkstoffe sinnvoll?

Möchte man aus Präventionsgründen sicherstellen, dass der Körper grundsätzlich in ausreichender Menge mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt ist, eignet sich orale Supplementierung. Machen sich bei diesen Menschen dann akut Symptome bemerkbar, greift man in diesem Fall auf eine Infusion zurück.

Ein Beispiel: zeigt ein Patient Grippesymptome, hat sein Organismus über einen kurzfristigen Zeitraum hinweg einen erhöhten Bedarf an Vitalstoffen. Per Infusion erhält er eine hohe Dosis an Vitamin C, Zink, Selen, Vitamin B6, Vitamin B12, etc., damit der Organismus bei der Grippebekämpfung optimal unterstützt wird. Diese erforderlichen Mengen an Wirkstoffen, z.B. Vitamin C, würden den Verdauungstrakt überfordern, wodurch es infolge zu Magen-Darm-Problemen wie Durchfall kommen könnte – ein weiterer Grund, der für die Verabreichung in Form einer Infusion spricht.