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Entzündungen: die Guten helfen, die Schlechten nicht

Entzündungen an sich sind nichts Schlechtes – im Gegenteil, der Organismus braucht akute Entzündungen sogar. Sie sind ein sinnvoller Schutzmechanismus unseres Immunsystems, der hilft, die Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern oder Verletzungen zu heilen. Chronische bzw. stille Entzündungen (also Entzündungen über einen längeren Zeitraum) hingegen gefährden unsere Gesundheit und entwickeln sich meist über Jahre zu schwerwiegenden chronischen Erkrankungen.

Was sind stille Entzündungen und wie entstehen sie?

Stille Entzündungen beruhen auf einer Fehlregulation des Immunsystems. Es gerät durch bestimmte Risikofaktoren aus dem Gleichgewicht und richtet sich gegen den eigenen Körper. Genauer gesagt handelt es sich um eine Imbalance der Zytokine: das sind bestimmte Botenstoffe, die unsere Immunzellen ausschütten. Diese können entweder Entzündungen auslösen oder sie hemmen. Sendet unser Immunsystem vermehrt entzündungsfördernde Stoffe aus, führt dies zu chronischen Entzündungen, welche sich von ihrem Entstehungsort aus über das Blut im gesamten Körper ausbreiten. Dadurch tauchen immer mehr kleine Entzündungsherde in Organen wie der Leber, den Muskeln, Blutgefäßen oder sogar dem Gehirn auf und der Heilungsprozess wird massiv verzögert.

Die Entzündung ist meist Folge eines unausgewogenen Lebensstils, aber entsteht auch aufgrund von:

  • Darmproblemen (Leaky-Gut-Syndrom)
  • Freien Radikalen durch oxidativen Stress
  • Luftverschmutzung und Schwermetallen

Stille Entzündungen verbleiben meist unter dem Radar der klinischen Medizin.

Eine stille Entzündung entwickelt sich steril, das heißt, die Ursache ist nicht durch eindringende Krankheitserreger bedingt. Sie entsteht fortschreitend und verläuft ohne Schmerzempfinden. Da die klassischen Symptome fehlen und meist keine extremen Entzündungswerte im Blut nachzuweisen sind, bringt auch ein Arztbesuch selten Ergebnisse. Meist spürt nicht einmal der Patient, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dies hat schwerwiegende Folgen für die Gesundheit, da über einen längeren Zeitraum der Organismus und das Immunsystem geschwächt werden.

Was sind die Folgen?

Chronische Entzündungen (auch oft als „silent inflammation“ bekannt) gehen mit vielen Zivilisationserkrankungen einher und scheinen diese zu begünstigen. Die Wissenschaft geht davon aus, dass in den kommenden Jahren etwa 75% der Todesfälle auf chronische Erkrankungen, verursacht durch stille Entzündungen, zurückzuführen sind. Dazu zählen etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs oder Alzheimer.