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Welche Rolle spielt Zink für die Immunabwehr?

Zink ist neben Eisen das zweithäufigste Spurenelement, über das unser Organismus verfügt. Etwa 2-3 Gramm sind im Körper gespeichert und werden über den Dünndarm aufgenommen. Dabei agiert der Körper wie ein feingesteuertes Regelsystem: ist er gut mit Zink versorgt, nimmt er weniger auf, ist die Versorgung unzureichend, kann der Dünndarm mehr davon aufnehmen. Zink ist an über 200 Reaktionen im Körper beteiligt, zu denen viele immunabhängige Mechanismen zählen. Neben seiner wichtigen Aufgabe für die Abwehrkräfte ist es auch am Protein-, Kohlenhydrat-, und Fettstoffwechsel sowie an diversen Hormonreaktionen beteiligt und schützt vor oxidativem Stress.

Zink und das Immunsystem

Besonders wichtig: Zink reguliert unsere SOD (Superoxid Dismutase). Dabei handelt es sich um ein Schutzenzym, das in den Zellen gegen freie Radikale wirkt. Freie Radikale sind Zwischenprodukte unseres Stoffwechsels, die schädlichen Einfluss haben und Krankheiten auslösen können. Deshalb bedeutet ein Zinkmangel gleichzeitig auch die Tendenz zu vermehrten Entzündungsprozessen im Körper.

Das Spurenelement ist (ebenso wie Vitamin D) für den Immunschutz unentbehrlich. Es wirkt gegen Viren und bakterielle Krankheitserreger und fördert die gesunde Funktion sowie Integrität unserer weißen Blutkörperchen. Dazu zählen Makrophagen, Neutrophile, natürliche Killerzellen, T-Zellen und Lymphozyten. Bei den zuletzt genannten Lymphozyten ist das Spurenelement für die Teilung verantwortlich. Sind die Abwehrkräfte jedoch grundsätzlich geschwächt und es besteht zusätzlich ein Zinkmangel, kann die Zellteilung nicht stattfinden und Immunzellen wie das sogenannte Thymulin werden nicht produziert. Dieses Protein ist allerdings sehr wichtig für die T-Lymphozyten, also genau jene Immunzellen, die wir für die virale Abwehr brauchen.

Risikogruppe von Mangel betroffen

Etwa 30% der Bevölkerung leiden an einem Zinkmangel: insbesondere 65-80-Jährige Menschen. Das bedeutet, dass Betroffene weniger von dem sogenannten Retinoid-A (bindendes Trägerprotein) produzieren können – in weiterer Folge entwickeln diese einen Vitamin A – Mangel. Die Konsequenz dieser Unterversorgung: das Immunsystem, die Haut und Schleimhäute (Lunge, Darm) sind anfälliger für virale und bakterielle Infekte.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viel Zink?

Hochwertige Zinklieferanten sind etwa Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Haferflocken, Vollkorn oder Nüsse. Gut zu wissen: tierische Produkte werden dank der enthaltenen Aminosäuren besser vom Körper verwertet, da diese die Zinkaufnahme in den Zellen begünstigen.